Spannende Musik

Die musikalische Teslaspule 

Jeder weiß, dass Blitze bei einem Gewitter ziemlich viel Krach machen. Dass man mit Hochspannung und elektrischer Entladung aber auch Musik machen kann, wissen wahrscheinlich nur wenige.

Das Prinzip einer Teslaspule basiert auf Resonanz. Zwei Spulen, eine Erregerspule und eine Sekundärspule, werden miteinander gekoppelt und bilden einen Transformator. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Transformatoren wie man sie in Haushaltsgeräten zur Anpassung der Netzspannung findet, spielt bei einer Teslaspule die Resonanzfrequenz der Sekundärspule eine große Rolle. Die Primär- oder Erregerspule wird zur maximalen Übertragung der elektrischen Leistung auf die Resonanzfrequenz der Sekundärspule abgestimmt. Das geschieht bei meiner Teslaspule durch eine Rückkopplung auf eine Antenne (der Draht in der Bildmitte). Die Wechselspannung, die von der Antenne aufgenommen wird, wird gleichgerichtet und gegenphasig durch eine Endstufe verstärkt und auf die Erregerspule gegeben. Durch die Rückkopplung mit der Antenne wird sichergestellt, dass immer automatisch die Resonanzfrequenz der Sekundärspule getroffen wird. Das ist vergleichbar mit einem Mikrofon, das vor einen Lautsprecher gehalten wird, wobei durch die Rückkopplung ein lautes Pfeifen ertönt.

 

Der Aufbau der Teslaspule ist relativ einfach. Aufpassen muss man bei der Orientierung der Spulen. Falls die Spule nicht auf Anhieb funktioniert, müssen gegebenenfalls die Anschlüsse vertauscht werden. Alle Unterlagen (Schaltplan, LT-Spice Simulation, Eagle Layout) sind unter folgendem Link verfügbar: Design

tesla-coil

Das folgende Video wurde ganz am Anfang der Projektphase aufgenommen. Zu sehen ist die Teslaspule im Testaufbau ohne Rahmen und Holzverkleidung. Die Kupferkrone, die in den Bildern zu sehen ist, wurde erst später zur Verbesserung der Resonanzeigenschaften hinzugefügt. Mit diesem Torus erhöht sich die Dachkapazität der Sekundärspule, was zu einer Verringerung und Stabilisierung der Resonanzfrequenz führt, weshalb die Sekundärspannung und somit die Korona-Entladungen verstärkt werden.

Veröffentlicht am Januar 2, 2017, in Hochspannung, Physik. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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